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Bildungsabend im Mai: Der Arabische Frühling – Ein Reflexionsversuch

bildungveraendert

Referent: Niema Movassat (MdB) Termin: 30.5.2012, 19 Uhr Ort: Nachbarschaftshaus Gostenhof Seit über einem Jahr ist die arabische Welt in Aufruhr. Von Tuniesien breitete sich eine Welle von Revolten, Besetzungen und Aufständen aus. Bilder vom Tahrirplatz in Ägypten gingen um die Welt und die Bewegungen wurden weltweit gefeiert und fanden überall Nachahmer. Grund genug für [...]

Redebeitrag zum 1. Mai “Lohnarbeit und Krise”

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Krise. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, die EU und die EZB, Merkel und Sarkozy, Gewerkschaften und die Troika. Welcher Staat wird nun nicht von der europäischen Staatengemeinschaft als verschwenderisch gebrandmarkt, welcher Staat schleudert den Vorwurf [...]

Heraus zum 1. Mai

Wie jedes Jahr wird es dieses Jahr wieder einen revolutionären 1. Mai in Nürnberg geben. Ein breites Bündnis, darunter auch wir und unsere Genoss_Innen der Basisgruppe Weißenburg mobilisieren dieses Jahr unter dem Motto: ““Die Welt in Aufruhr – für eine revolutionäre Perspektive! antikapitalistisch, klassenkämpferisch, antipatriarchal. Für die soziale Revolution.“ Den Aufruf findet ihr hier. Wer [...]

ÖPNV solidarisch finanziert!

Anmerkung zum Artikel „Piraten: Konzept in 8 Wochen fertig – Riesen Wirbel um Nahverkehr ohne Tickets – VAG und CSU weisen Vorstoß der Piraten scharf zurück“ ( AZ Nürnberg 12.04.2012) Liebe Piratinnen und Piraten, Liebe Vertreterinnen und Vertreter der Nürnberger Presse, Mit Freude haben wir den, oben genannten, Artikelüber ein Alternativkonzept für die Finanzierung des [...]

Bildungsabend im Mai: Der Arabische Frühling – Ein Reflexionsversuch

bildungveraendert

Referent: Niema Movassat (MdB)
Termin: 30.5.2012, 19 Uhr
Ort: Nachbarschaftshaus Gostenhof

Seit über einem Jahr ist die arabische Welt in Aufruhr. Von
Tuniesien breitete sich eine Welle von Revolten, Besetzungen und
Aufständen aus. Bilder vom Tahrirplatz in Ägypten gingen um die
Welt und die Bewegungen wurden weltweit gefeiert und fanden
überall Nachahmer.
Grund genug für uns zurückzuschauen. Dafür haben wir uns
unseren Genossen Niema Movossat auch Essen eingeladen. Niema
ist langjähriger ['solid]-Aktivist in NRW. Seit der letzten
Bundestagswahl sitzt er für die Linke im Bundestag. Dort ist er
Mitglied des Entwicklungshilfeausschuss. Sein Fachgebiet ist
Nordostafrika. Er wird uns von seinen Eindrücken aus Tuniesien und
Ägypten berichten, die er auch durch Reisen gewonnen hat. Zuerst
gibt es einen kurzen Abriss über die Entwicklungen bis heute, wobei
vor allem auf die unterschiedlichen Akteure eingegangen werden
sollt. Anschließend wird Niema noch die Aktuelle Situation
darstellen, die zu erwartenden Entwicklungen aufzeigen und die
Frage diskutieren, inwieweit man von einer Revolution und einem
Demokratisierungsprozess sprechen kann.
Danach ist wie immer noch Raum für Fragen und Diskussionen.

Wichtig: Die Veranstaltung findet nicht wie sonst immer in unseren
Räumen, sondern im Nachbarschaftshaus Gostenhof statt!

Redebeitrag zum 1. Mai “Lohnarbeit und Krise”

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Krise. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, die EU und die EZB, Merkel und Sarkozy, Gewerkschaften und die Troika.

Welcher Staat wird nun nicht von der europäischen Staatengemeinschaft als verschwenderisch gebrandmarkt, welcher Staat schleudert den Vorwurf nicht zurück und fügt noch an, dass es um die Bewahrung der internationalen Wettbewerbsfähigkeiten gehe?

Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor:

Bei der Krise des Kapitalismus geht es nicht nur um eine Krise des Finanzsystems, sondern um eine Krise der Lohnarbeit und des Kapitalismus an sich.

Es ist hohe Zeit, dass die Antikapitalist_Innen ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen vom Gespenst der Eurokrise eine Kritik am der kapitalistischen Lohnarbeit an sich entgegenstellen.

In ebenjener Gesellschaft in der wir leben, wird das überholte und überhöhte Konzept der Lohnarbeit zum Götzen stilisiert. In einer immer schneller werdenden Ausweitung der Produktivkräfte wird Arbeit immer mehr zu einer Farce. Immer weniger Menschen werden benötigt um immer mehr zu produzieren. Durch technischen Fortschritt, Roboter, Maschinen und Computer wird der Mensch in Produktionsstätten gesellschaftlichen Reichtums, in den Produktionsstätten der Ware, immer mehr zum Ballast. Er fungiert nur noch zur Überwachung oder Bedienung. Schlussendlich ist die strukturelle Folge davon, dass die klassische Erwerbsarbeit der breiten Massen in Vollzeitbeschäftigungen immer stärker ausblutet und schließlich qualvoll verenden wird. Eigentlich nichts Schlechtes. Allerdings scheinen das nicht alle so zu sehen, denn überall wird der Kampf um mehr Vollzeitstellen geführt, statt zu jubeln, “Hurra, endlich wird die Arbeit knapp!”. Aber warum eigentlich?

Besinnen wir uns zurück, vor einigen Jahrzehnten schrieb ein Mensch mit Rauschebart ein Werk, das er das Kapital nannte. Darin erklärte er, dass nur menschliche Arbeitskraft einen Mehrwert schaffen kann. Das heißt dann im genauen: Nur durch Ausbeutung in Form von menschlicher Lohnarbeit ist es überhaupt möglich, Profite zu generieren. Die Folge: ohne Lohnarbeit, keine Akkumulation, keine Klassengesellschaft, keine kapitalistische Produktion.

Wir denken weiter: Kapitalistische Produktion ist mehr als nur ein ökonomisches Verhältnis, es ist ein soziales, gesellschaftliches Verhältnis. Durch unsere Position im ökonomischen Prozess wird unsere Stellung in der Sozialstruktur determiniert. Und nicht nur das, dadurch werden Hierarchien reproduziert und zementiert. Schlussendlich lässt sich die komplette “Gesamtscheiße”, der wir täglich ausgesetzt sind darauf zurückführen.

Nun aber zurück zur aktuellen Krise: Seltsamerweise wird sie selten als das erkannt, was sie eigentlich ist. Forderungen lauten: Zähmung des entfesselten Finanzmarkts, mehr soziale Sicherheit oder Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen. Die 1. Maidemo des DGB ist hierfür ein Gutes Bespiel statt der Forderung “Nie wieder Lohnarbeit” haben sie zu einer Kundgebung mit dem Motto “Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit – Gut Arbeit für Europa” aufgerufen”. Wir finden so etwas plump gesagt untragbar. Die Forderung einer radikalen Linken darf kurz und Mittelfristig nicht weniger sein, als eine radikale Arbeitszeitverkürzung auf nicht mehr als 20 Stunden. Natürlich bei vollem Lohnausgleich. Auch andere Forderung die das klassische Konzept Lohnarbeit in frage Stellen müssen intensiv diskutiert und in die Gesellschaft getragen werden. Hierfür wären beispielhaft das 4-in-1 Konzept und ein bedingungsloses Grundeinkommen von mindesten 1000€ zu nennen. Schlussendlich darf aber nicht anderes die Überwindung der wertschaffenden, also proletarischen, Arbeit und somit auch des Werts und des Kapitalismus an sich das Ziel sein. Bespiele für eine Ökonomie ohne Wert gibt es schon im Hier und Jetzt, wenn auch nur im kleinen, seien es lokale VoKüs auf Spendenbasis oder Umsonstläden.

Wir dürfen die Krise nicht nur als Angriff auf unseren persönlichen Wohlstand bereifen und Abwehrkämpfe a la “Wir zahlen nicht für eure Krise” führen, sondern selbst in die Offensive gehen und aufzeigen, dass der Kapitalismus keine Zukunftsperspektiven bietet. Bereiten wir diesem unmenschlichen System ein Ende mit Schrecken, damit es uns nicht einen Schrecken ohne Ende bereitet. Oder um mit Oskar Wilde zu sprechen: “Muße, nicht Arbeit, ist das Ziel des Menschen.”

Heraus zum 1. Mai

Wie jedes Jahr wird es dieses Jahr wieder einen revolutionären 1. Mai in Nürnberg geben. Ein breites Bündnis, darunter auch wir und unsere Genoss_Innen der Basisgruppe Weißenburg mobilisieren dieses Jahr unter dem Motto: ““Die Welt in Aufruhr – für eine revolutionäre Perspektive! antikapitalistisch, klassenkämpferisch, antipatriarchal. Für die soziale Revolution.

Den Aufruf findet ihr hier.

Wer direkt mit uns auf die Demo gehen möchte, kann um 10.45 Uhr an unserem Büro (Humboldtstr. 104) erscheinen.

Hier die genauen Daten:
revolutionäre 1. Mai Demo | 11.30 Uhr | Bauerngasse Ecke Gostenhofer Hauptstr.

internationalistisches Straßenfest | 14.00 Uhr | Gostenhof

Während der Demo wird es von uns eine Rede zum Thema “Kritik der Lohnarbeit” geben. Ihr könnt gespannt sein

Auf dem Straßenfest gibt es von uns auch eine Stand geben, an dem ihr euch auf Infomaterial, Aufkleber, spannende Diskussionen und die neusten Buttons freuen könnt. Außerdem gibt es wie immer auf dem Fest nette Musik, lecker Essen (wir empfehlen die veganen Steaks unserer Freund_Innen vom Projekt 31) und Getränke, sowie viele andere interessante Stände.

 

Allerdings gibt es nichtnur schöne Dinge über den diesjährigen 1. Mai zu berichten.

In Hof findet dieses Jahr an diesem Jahr ein Naziaufmarsch statt. Wir hoffen, dass sich auch hier genügend Menschen finden um diesen Naziaufmarsch zu blockieren.

genauere Infos gibt es dazu unter:

http://hofnazifrei.blogspot.de/

und bei unseren Genoss_Innen aus Hof

 

ÖPNV solidarisch finanziert!

Anmerkung zum Artikel „Piraten: Konzept in 8 Wochen fertig – Riesen Wirbel um Nahverkehr ohne Tickets – VAG und CSU weisen Vorstoß der Piraten scharf zurück“ ( AZ Nürnberg 12.04.2012)

Liebe Piratinnen und Piraten,

Liebe Vertreterinnen und Vertreter der Nürnberger Presse,

Mit Freude haben wir den, oben genannten, Artikelüber ein Alternativkonzept für die Finanzierung des ÖPNV gelesen. Der Vorschlag von Manuel Kotzian von der Piratenpartei könnte als Aufschlag für eine grundsätzliche Diskussion über die Ausgestaltung und Finanzierung des ÖPNV genutzt werden. Dabei stellen sich so grundlegende Fragen, wie man den Verkehr in Nürnberg regeln will, will man die Förderung des Individualverkehrs, wie offensichtlich die Vertreter der CSU im Nünrberger Stadtrat oder will man eine Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs? Für uns steht die Förderung und Stärkung des ÖPNV klar im Vordergrund. Eine attraktive Stadt lebt in unseren Augen auch von einem attraktiven ÖPNV. Die Förderung des Individualverkehrs in der Stadt ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Auch die Anmahnung der Nichtfinanzierbarkeit ist für uns kein Argument, sondern eine Frage des politischen Willens. Mehrere Millionen Euro für den Frankenschnellweg wurden ja auch durch den politischen Willen der Stadtratsfraktionen organisiert. Bereits für den Kommunalwahlkampf 2008 konzipierten die Mitglieder von linksjugend-[`solid] in der Basisgruppe Nürnberg ein sehr ähnliches Konzept. Es sieht einen monatlichen Beitrag von 20 Euro für volljährige Menschen mit Einkommen vor. Kostenlos fahren könnten in unserem Konzept SchülerInnen, StudentInnen und BezieherInnen von Sozialleistungen. Mit diesem Konzept könnten ähnlich hohe Einnahmen bei der VAG erzielt werden wie bisher, nur solidarisch auf die gesamte Bevölkerung verteilt. Nähere Informationen zu dem Konzept sind bei uns erhältlich. Zur Darstellung unserer Forderung veranstalteten wir erst im Februar einen Informationsabende zu diesem Thema (http://solid-online.de/blog/?p=111). Natürlich begrüßen wir den jetzigen Vorstoß der Piratenpartei, der ja offensichtlich in die gleiche Richtung, wie auch unser Vorschlag geht. Wir sind sehr gespannt auf das Konzept und werden es kritisch, auch auf die soziale Komponente begutachten.

Text zum 8. März

Bring back the F-Word

Wie kein anderer Tag im Jahr steht der 8. März für den Kampftag der feministischen Bewegung. Eine Bewegung deren Relevanz der letzten Jahre in der öffentlichen Wahrnehmung stark vernachlässigt wurde und gerade deshalb wichtiger den je ist.

Vor über 100 Jahren initiierte Clara Zetkin den Welftfrauentag, als Kampftag. Zentrale Forderungen waren etwa das Frauenwahlrecht, Mutter- oder Arbeitsschutz, wohlwissend, dass Emanzipation mehr heißt, als Wählen zu dürfen. Echte Emanzipation von Frauen und von allen Menschen ist nur durch die Überwindung des Kapitalismus und in einer sozialistischen Gesellschaft möglich.

Heute 100 Jahre später scheint es der Mehrheitsgesellschaft so, als wäre Emanzipation auch ohne die Überwindung der bestehenden Verhältnisse erfolgreich. Frauen haben die gleichen Zugangschancen zu Bildung, dürfen Wählen und frei einen Beruf auswählen. Genau diese Mehrheitsgesellschaft verschließt aber gleichzeitig die Augen, welchen Druck Frauen ausgesetzt sind: Sie sind meist einer Doppelbelastung ausgesetzt. Zum einen müssen sie ökonomische Arbeit verrichten, und sich dort, wie im Kapitalismus üblich verwerten und ausbeuten lassen, zum anderen bleib an ihnen meistens, abgesehen von wenigen Ausnahmen, die Reproduktionsarbeit hängen. Ein anderes Los ist das der klassischen Hausfrau, das mensch als noch schlechter bezeichnen kann. Statt in einem Lohnarbeitsverhältnis steht frau nun ihn einem gnadenlosen, ökonomischen Abhängigkeitsverhältnis, welches noch durch die Ehe zementiert wird, zu einem anderen Haushaltsmitglied. Ein Ausweg aus dem Abhängigkeitsverhältnis bedeutet noch heute eine radikalen Bruch mit der materiellen Versorgung und fast immer den sozialen Abstieg.

An Frauen besteht heute immer noch der Anspruch, schön (was auch immer das bedeutet), schlank und sexy (auch hier gibt es eine gesellschaftliche Definitionsmacht) zu sein. Wer von der Norm abweicht zählt nichts.

Wie mensch erkennt, ist ein feministische Bewegung heute genauso relevant wie vor 100 Jahren.

Gender – What the fuck?

Bisher haben wir immer von Frauen geredet. Aber was ist das denn eigentlich, eine Mann oder eine Frau? Jeder von uns wird ab Beginn unseres Lebens in eine Geschlechterrolle (engl. Gender) sozialisiert. Mädchen spielen mit Puppen, Jungen mit Autos. Mädchen tragen rosa Kleidchen, Jungen spielen Fußball. Wenn wir so etwas hören, könnten wir kotzen.

Allerdings ist das gesellschaftliche Praxis. Wer gegen die Norm verstößt, hat mit Sanktionen zu rechnen. Dabei wäre es doch eigentlich viel schöner, wenn jeder so Leben könnte, wie diese Person will. Warum soll ein „Junge“ nicht mal in rosa Kleidchen Fußball spielen.

Nichts ist langweiliger als Einheitsbrei. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass es nur zwei Geschlechter gibt, und es gibt schon gar nicht so etwas wie zwei Geschlechterrollen. Dabei handelt es sich um ein soziales Konstrukt, dass es zu dekonstruieren gibt. Leb/Lieb doch wie du willst.

Let’s start today

Auch wenn eine vollständige Emanzipation des Menschen innerhalb der bestehenden Verhältnisse nicht möglich ist, gibt es doch konkrete Ansatzpunkt, die wir im hier und heute anpacken können. Wie schon angesprochen, gilt es Geschlechterrollen zu demaskieren und zu dekonstruieren. Dabei ist jeder von uns gefragt. Soziale Normen sind veränderbar, und die modernen feministischen, transgender und queer Bewegungen haben den Stein bereits ins rollen gebracht, aber nichtsdestotrotz wartet hier noch eine menge Arbeit auf uns.

Aber nicht nur auf sozialer, sondern auch auf politischer und ökonomischer Ebene gibt es noch viele Forderungen, die es zu verwirklichen gilt. Der § 218 StGB (der sogenannte Abtreibungsparagraf) ist unverzüglich abzuschaffen. Jeder Mensch hat das Recht auf Selbstbestimmung über seinen eigenen Körper. Des weiteren sind alle Eheprivilegien abzuschaffen. Per Ehegattensplitting zementiert der Gesetzgeber die patriarchalste Form des Zusammenleben: Die Hausfrauenehe. Wir fordern eine individuelle Existenzsicherung, unabhängig von der Beziehung in der eine Person lebt, um Abhängigkeitsverhältnisse zu überwinden. Zugleich muss es einen weiteren Ausbau von Krippen- und Betreuungsangeboten geben, damit Kind und gleichzeitige ökonomische Unabhängigkeit vereinbar sind. Zuletzt fordern wir eine radikale Arbeitszeitverkürzung. Innerhalb der 40-Stunden-Woche ist eine emanzipierte Beziehung mit einer gleichmäßigen Aufteilung von Reproduktionsarbeit fast nicht möglich. Dominat ist deshalb immer noch das klassische Familienbild mit dem Mann als „Ernährer“ und der Frau als „Hausfrau und Mutter“.

Es gibt noch Unmenge weiterer Forderungen, z.B. eine weitere Förderung der Elternteilzeit, Nachmittagsbetreuungen, bildungspolitische Maßnahmen, Religionskritik, die alle richtig und wichtig sind, aber wir wollen es bei diesen vier exemplarischen belassen, da es sonst den Rahmen sprengen würde.

Just one solution

Nun ist aber unser Ziel die vollständige Emanzipation des Mensch. Und hierbei möchten wir gerne Clara Zetkin zitieren:

Wir erkennen gar keine besondere Frauenfrage an – wir erkennen keine besondere Arbeiterinnenfrage an! Wir erwarten unsere volle Emanzipation weder von der Zulassung der Frau zu dem, was man freie Gewerbe nennt, und von einem dem männlichen gleichen Unterricht – obgleich die Forderung dieser beiden Rechte nur natürlich und gerecht ist – noch von der Gewährung politischer Rechte. Die Länder, in denen das angeblich allgemeine, freie und direkte Wahlrecht existiert, zeigen uns, wie gering der wirkliche Wert desselben ist. Das Stimmrecht ohne ökonomische Freiheit ist nicht mehr und nicht weniger als ein Wechsel, der keinen Kurs hat. Wenn die soziale Emanzipation von den politischen Rechten abhinge, würde in den Ländern mit allgemeinem Stimmrecht keine soziale Frage existieren. Die Emanzipation der Frau wie die des ganzen Menschengeschlechtes wird ausschließlich das Werk der Emanzipation der Arbeit vom Kapital sein. Nur in der sozialistischen Gesellschaft werden die Frauen wie die Arbeit in den Vollbesitz ihrer Rechte gelangen.