Archiv für 18. Juli 2013

Rede auf der Demo “Stoppt Abschiebung nach Afghanistan”

Am Sonntag, den 30. Juni 2013 um 5 Uhr morgens, räumte das bayerische USK das Protestcamp der Geflüchteten in München. Dort waren ca. 50 Nicht-Bürger*innen in einen trockenen Hungerstreik getreten um gegen Abschiebung und MenschenunwürdigesVerhalten zu protestieren. Die Geflüchteten waren zum Äußersten bereit. Lieber wollten sie sterben, als in ihre Herkunftsländer abgeschoben zu werden, in denen ihnen Krieg, Verfolgung Terror und Folter drohten.
Was uns schockierte war die öffentlichen Äußerungen zu diesem Thema.
Die bayerische Sozialministerin Haderthauer (CSU) meinte zu den Protesten der Geflüchteten, dass sich die Landesregierung nicht erpressen lassen würde. Münchens Oberbürgermeister Ude unterstellte den Protestierenden sogar, sie unterstünden einer Kommandostruktur und würden extern gelenkt. Weiterlesen

Vortrag und Party im Zentralcafe “Leben im Rausch”

Am 19.07.2013 veranstalten wir einen Vortrag und eine Party im Rahmen der Kampagne “Eine andere Welt ist möglich, ein anderes Bayern ist nötig.”

Als Referenten haben wir Daniel Kulla gewonnen. Er wird dort sein Buch “Leben im Rausch” vorstellen. Anschließen wird er als Classless Kulla gemeinsam mit dem Istari Lasterfahrer nochmal auf die Bühne steigen, allerdings nicht mehr um zu referieren, sondern mit einer wilden Mischung aus Breakcore, Jungle, Dub, Punk, Noise und noch viel mehr zum Tanz aufzuspielen.
Anschließen gibt es noch Drum n Bass DJing.

Der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr.
Mit der Party werden wir etwa um 22 Uhr beginnen.
Eintritt gibt es keinen, über Spenden freuen wir uns.
Die Facebookveranstaltung findet ihr hier.
Es wird getanzt werden. Weiterlesen

Pressemitteilung: Krippenplätze endlich ausbauen

Endlich Krippenplatze ausbauen
Aktuell herrscht in Nürnberg ein akkuter Mangel an Krippenplätzen. Die Stadt Nürnberg unterhält insgesamt sechs Kinderkrippen. Hinzu kommen noch Einrichtungen von verschiedenen öffentlichen und privaten Trägern. Zwar läuft der Ausbau, aber den Bedarf kann er nicht decken. Die Nürnberger Zeitung berichtet in einem Artikel vom 12.07.2013 von insgesamt 2496 Plätzen. 1300 sollen 2013 noch dazukommen.
Am 1. August gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz. Diesem wird Nürnberg wohl nicht nachkommen können. Weiterlesen

Nationalchauvinismus ohne uns – gute Bildung für alle, überall!

Unser Landtagskandidat Stefan hat eine schöne Pressemitteilung veröffentlicht, die wir gerne dokumentieren wollen:

Zu Sahra Wagenknechts Äußerungen zur europäischen Bildungsmigration erklärt Stefan Gerbig:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sahra Wagenknecht hat gestern mit Ihren Thesen zur Bildungsmigration starke mediale Resonanz erzeugt. Hierzu möchte ich gerne im Folgenden Stellung nehmen:
Man ist leicht dazu geneigt bei der gestrigen Kritik von Sahra Wagenknecht an den bildungspolitischen Äußerungen von Wirtschaftsminister Philipp Rösler sofort nur an Stammtischparolen zu denken und das Anbiedern an rechte Protestwähler zu vermuten.
Doch wenn sie im Interview mit „Die Welt“ beanstandet, dass Röslers Aufforderung an (süd-)europäische Jugendliche eine Ausbildungsstätte in der BRD zu suchen „eine Ohrfeige für Hunderttausende junge Menschen, die in Deutschland leben und von denen viele nie eine Chance bekommen haben“, verweist sie damit auch auf eine indirekte Bankrotterklärung der Regierungsparteien im Bereich der Bildungspolitik. Mit dem Ruf nach „Gast-Azubis“ zeigen sich Rösler und seine Partner in CDU und CSU auch nach 4 Jahren Regierungszeit mit einer langfristigen und gelungenen Ausbildungsstrategie völlig überfordert.
Anstatt in nachhaltige Bildung zu investieren und tausenden Jugendlichen ihr Recht auf einen Ausbildungsplatz zu gewähren, wird der Bildungssektor finanziell und strukturell ausgeblutet.
Anstatt für faire Bildungschance überall in Europa einzustehen, sollen jetzt „Wanderlehrlinge“ aus den krisengeschüttelten Regionen des Südens die Versäumnisse der desaströsen Bildungsplanung in Deutschland ausgleichen.
Anstatt Ausbilder und die Schulpolitik der Länder in die Verantwortung zu nehmen, verschärft man künstlich den Wettbewerb auf dem Bildungsmarkt zu Ungunsten ALLER Azubis.
Und anstatt einer zivilisierten Willkommenskultur wird schon wieder durch die Hintertür der Trennung von „brauchbarer“ und „unbrauchbarer“ Zuwanderung Vorschub geleistet.
Dieses Versagen der schwarz-gelben Politik führt zu mehr Unmut unter und zwischen Jugendlichen mit und ohne Ausbildungsplatz, als alles was eine Sahra Wagenknecht sagen könnte.
Daher stehe ich für eine gerechte Bildungspolitik, hier in Bayern und anderswo. Es geht nicht darum, woher ein Azubi kommt, sondern ob die Ausbildungspolitik von den Bedürfnissen der Menschen ausgeht oder den kurzfristigen Interessen von Staatspolitik und Wirtschaftslobby geopfert wird.

Bildung ist ein Menschrecht – es wird Zeit es einzufordern!